Am Samstag, 6. September 2025, starteten wir unsere Vereinsreise. Nicht wie sonst am Bettag, sondern diesmal schon früher. Warum? Weil wir dieses Jahr beim Schwingfest voll im Einsatz standen – und uns dafür ein bisschen Wellness für die Seele in Form eines gemütlicheren Ausflugs gönnten, anstelle der traditionellen Bergturnfahrt.
Los ging’s um 6:54 Uhr in Herzogenbuchsee. Eigentlich hätten wir eine Reservation gehabt – nur leider auf 5:54 Uhr. Dumm nur: Um diese Zeit fährt samstags gar kein Bus ab Inkwil nach Herzogenbuchsee. Also beschlossen unsere Organisatoren Dänu und Michu: Egal, wir fahren eine Stunde später, dafür ohne Plätze. Clever gedacht – aber so standen die meisten von uns von Bern bis Zweisimmen im Zug, als wären wir an einem Gratis-Konzert.
Schon in Bern ergab sich die erste Anekdote: Gleis 50 zu Gleis 9E. Also Treppe rauf, über die Welle, wieder runter. Am Ende stellte sich heraus: Es war dasselbe Perron, nur ein paar Meter weiter vorne. Ein Teil der Gruppe stieg schon früh ein, um Sitzplätze zu sichern – und schwupps, fuhr der Zug einfach los. Zum Glück in dieselbe Richtung. In Thun stiegen wir dann wieder aus, warteten zwei Züge ab, unterdessen stiess Michu dazu und wir fuhren als komplette Gruppe weiter Richtung Lenk.
Unser Ziel: Lenk. Dort angekommen, checkten wir in der Mountain Lodge ein. Eine Unterkunft für 90 Personen – wir waren zwar weniger, fühlten uns aber wie Könige mit der grossen Auswahl an Zimmern.
Damit wir nicht direkt ins Bier kippten, nahmen wir uns noch eine Wanderung vor. Mit der Bahn hoch aufs Leiterli, von dort eine gemütliche 8-km-Runde über die Gryden. Auf dem 2109 m hohen Stübleni gab’s Gipfelwein mit Traumkulisse – so macht Wandern Spass! Über die Mondlandschaft der Gryden ging’s zurück zur Bergstation, wo wir uns natürlich ein kühles Getränk gönnten.
Frisch geduscht und voller Tatendrang ging’s dann ans eigentliche Highlight: das Simmentaler Festival. Konzerte, gutes Bier, feines Essen – was will man mehr? Drei Helden – Michu, Lars und Tom – wagten sich ans Bierkistenstapeln. Lars stapelte 23 Kisten und verpasste den Tagesrekord nur um eine einzige! Wir sagen: Fast gewonnen ist auch gewonnen.
Der Sonntag stand unter dem Motto: „Jede macht, was er wott“. Hansjakobli (Name der Redaktion bekannt) entschied sich in der Nacht für eine alternative Übernachtung in Zweisimmen und war am Morgen unauffindbar.
Die übrigen machten sich auf in Richtung Wasserfall-Tour. Unterwegs musste sich Ralph die Schuhe binden. Dummerweise war gerade ein Bänkli da zum Sitzen – was dazu führte, dass das kleine Grüppli später den Bus nahm und uns nachreiste. Nach der Besichtigung der tosenden Fälle stärkten wir uns im nahegelegenen Restaurant. In der Gartenbeiz sind Handys nicht gern gesehen – der Flugmodus ist Pflicht, und der Beizer kontrolliert das auch mit einem freundlichen Hinweis.
Zurück ging’s mit Bus und Bahn. Und wie immer: Abschluss im Frohsinn bei Claudia – das gehört einfach dazu.
Fazit: Viel gelacht, gut gegessen, viel erlebt. Eine Vereinsreise genau nach unserem Geschmack – chaotisch, gemütlich und unvergesslich.
Daniel Stauffer
